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Heimat-Rätsel Juni 2017 Auflösung

Auflösung Juni-Rätsel

"Wer kennt unsere Schweinheimer Heimat?"

Juni-Rätsel

Armin Kolb, dem ein herzliches Dankeschön gebührt, schreibt uns diesmal:
"In dem gezeigten Haus wurde für Reinlichkeit gesorgt. Es wurde dafür gesorgt, dass die Schwein­heimer sauber daherkamen. Es handelt sich um das Anwesen von Hermine Stebiger in der Marienstr. Dieses Anwesen stand dort, wo sich heute das Wohnhaus Marienstr. 33 befindet. Das Wohnhaus stand grenzständig zum Nachbarn Alfons Kullmann. Das linke Nebengebäude stand auf der Grenze zum Nachbarn Roth. Hinter dem Wohnhaus war der ehemalige Stall, der eine Verwendung als Mietwaschküche gefunden hat. Hinter dem linken Nebengebäude war eine offene Halle. Im hinteren Teil des Anwesens war eine Scheune, die sich auf die gesamte Breite des Grundstücks erstreckte. Hinter dieser Scheune war dann noch ein Garten. Hermine Stebiger betrieb eine Mietwaschküche zu der Zeit als die Waschmaschinen in den Haushalt noch keinen Einzug gehalten hatten. Die Mietwaschküche befand sich in einem Anbau an das Wohnhaus, welcher früher als Stall gedient hatte.
Die Schweinheimer Hausfrau weichte zuhause ihre Wäsche in Henko (Waschmittel zum Einweichen von Wäsche) ein. Nach einem Termin bei Hermine Stebiger konnte der Waschtag beginnen. Die Hausfrau fuhr dann in aller Regel mit dem Handwagen zur Hermine Stebiger. In dem gesagten Anbau befanden sich zwei große Tische auf denen die Wäsche geschrubbt wurde. In einem Kessel wurde Wäsche gekocht. Anschließend ging es ab in die Schleuder. Die so gereinigte Wäsche wurde dann in nassem Zustand nach Hause gefahren wo sie auf der Wäscheleine aufgehängt wurde.   Dann kam der Einzug der Waschmaschine in die deutschen Haushalte und die Mietwaschküche war überflüssig geworden. Hermine Stebiger erkannte die Zeit und hat sich umgestellt auf einen Waschsalon in welchem Waschmaschinen aufgestellt waren. ...  Hermine Stebiger betrieb aber nicht nur die Mietwaschküche. Sie hatte auch einen Heißmangelbetrieb im gezeigten Wohnhaus. Dieser befand sich im Erdgeschoss und zwar hinter dem linken Fenster des Wohnhauses. Im Heißmangelbetrieb wurde dafür gesorgt, dass Bettwäsche und Tischwäsche tipp top gebügelt war. Gegenüber in dem Anbau befand sich eine Annahmestelle für die chemische Reinigung. Hier konnten Hosen und Röcke für die Reinigung abgegeben werden, die man eine Woche später hier wieder abholte. Die Mietwaschküche von Hermine was ein Segen für Schweinheim – ein Segen für die Schweinheimer Hausfrau. Hermine Stebiger wohnte im Alter bei Tochter und Schwiegersohn in Haibach. Sie wurde 80 Jahre alt (* 1926  + 2006) und ist auf dem Schweinheimer Friedhof beerdigt."

Kalli Staudt schreibt uns ebenfalls aus dem 13.000 km entfernten Indonesien:
"Das neue Rätsel und der Anblick erfüllt mich mit Wehmut. Es ist die Mangelei Stebiger in der Marienstraße. Als ich 1980 aus Asien zurück gekehrt bin und meinen Vater schwerkrank vorfand, habe ich diese Mangelei von der Frau Stebiger übernommen. Bin dann später umgezogen neben die neue Raiffeisenbank in der Hensbachstraße, von wo ich dann wieder umzog nach Keilberg. Als ich das Bild sah, gab es einen kleinen Stich in meinem Herzen. Denn dort startete ich meinen Betrieb und baute ihn bis zuletzt in Keilberg zu einem 12 Tonnen Wäschereibetrieb aus. ... Es war eine schöne und gelungene Zeit mit diesem kleinen Team. Viele Erinnerungen kommen beim Anblick dieses Bildes wieder hoch. Rechts am Hauseingang ist noch das Wäschereischild „Staudt“ zu sehen."

Diesmal war das Rätsel anscheinend besonders schwer. Es war die Heißmangel und Wäscherei Stebiger in der Marienstraße. Nur vier Teilnehmer hatten sich gemeldet. Das Los hat dann entschieden.

Die Schweinheimer Uhr hat Lisa Hock aus der Unterhainstraße gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!