Webseite durchsuchen

Unser Wetter

*

Wolkig

28 °C
Südost 4 km/h

Sonntag
Regen möglich (15 ↔ 28 °C)

Montag
Regen möglich (9 ↔ 21 °C)

Dienstag
Teils Wolkig (11 ↔ 22 °C)

Mittwoch
Regen möglich (9 ↔ 21 °C)

Heimat-Rätsel Juli 2017 Auflösung

Auflösung Juli-Rätsel

"Wer kennt unsere Schweinheimer Heimat?"

Juli-Rätsel

Wie immer die Lösung sowie ausführliche Hintergrundinformationen von Armin Kolb:

"Das Bild zeigt den Bauer Brunner mit einem Reff und einem weiteren Reff, von welchem nur der Korb zu sehen ist. Das stehende Reff ist mit einem feinmaschigen Draht bespannt. Der nur zu sehende Korb des anderen Reffs ist mit Stoff bespannt.

Mit dem Reff wurde bis in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts das Getreide geerntet. Das Reff war ein aus Holz hergestellter Anbau an eine Sense. Die Sense ist auch bekannt als das Werkzeug der Schnitter und des Gevatter Tod. Die Sense ist ein Werkzeug zum Mähen von Gras. Hierzu wird die Sense auf einen Sensenwurf montiert. Der Sensenwurf kann aus Holz oder Metall bestehen. Dieser kann gerade oder s-förmig geschweift sein.  Im ungefähr hüftbreiten Abstand sind am Stiel (am Sensenwurf) zwei rechtwinklig abstehende Griffe angebracht.

Mit der so beschriebenen Sense die aus Sense und Sensenwurf besteht wurde in der Vergangenheit das Gras gemäht. Die Getreideernte erfolgte ebenfalls mit der Sense an die ein Holzbügel angebracht war. Dieser Holzbügel war mit Stoff oder einem ganz feinen Drahtgeflecht bespannt, damit bei jeder Schnittbewegung die Getreidehalme gesammelt und schwadförmig beiseite gerafft. Eine mit einem Reff ausgerüstete Sense nannte man  auch Korbsense. Das Sensenblatt musste bei Gebrauch regelmäßig gepflegt werden. Das bedeutet einmal in kürzeren Abständen  das Nachschärfen mit einem Wetzstein. Außerdem musste eine Sense gedengelt werden. Das Dengeln diente zum Austreiben (Verdünnen) und Härtung der Schneide, wodurch eine Schärfung eine wesentlich höhere Standzeit ergab. Das Dengeln war in gewissen Abständen (z.B. mehrere Tage) notwendig.

Die Getreideernte mit dem Reff war für den Schnitter eine schwere und schweißtreibende Arbeit. Diese Art von Getreideernte wurde später abgelöst von mit Pferden betriebenen, eisenbereiften Mähmaschinen, an die bei der Getreideernte an den Mähbalken eine Ablage anmontiert wurde. Diese Ablage diente dazu die Getreidehalme zu bündeln und dann  bündelweise auf dem Acker abzulegen. Diese Bündel wurden dann zu Garben gebunden.

Diese Mähmaschine wurde mit Pferden und zwei Mann Besatzung betrieben. Der eine fuhr das Gespann, der Andere lege die geschnittenen Garben mit einem großen Rechen auf dem Acker ab. Dieser Rechen hatte nur drei oder vier Zinken und eine Breite von etwa einem dreiviertel Meter. Die so abgelegten Getreidebündel wurden dann zu Garben gebunden. Der Mähmaschine folgte bei der  Getreideernte dann der Mähbinder, der das Getreide schnitt und gleich (automatisch) zu Garben band. Dem Mähbinder folgte der heute noch im Einsatz befindliche Mähdrescher.

Die Mähdrescher haben eine größere Höhe und können nicht unter Bäumen hindurch fahren. Deshalb hat man, als sich auf Getreidefeldern noch vereinzelte Bäume befanden bei der Getreideernte die Flächen unter den Bäumen mit dem Reff freigemäht. Heute hat das Reff seine Bedeutung verloren. Die Felder sind in der Regel baumfrei, so dass ein Freimähen mit dem Reff sich erübrigt hat."

 

Es erreichten uns diesmal sehr viele richtige Einsendungen. Das Los entschied zugunsten von Frau Helga Deckert aus der Sodener Straße. Sie gewinnt die Schweinheimer Uhr. Herzlichen Glückwunsch und herzlichen Dank an Alle fürs Mitmachen!